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Regelwerk

 

A. Ablauf der Debatte

1. Teamaufstellung

· Die Debatte besteht aus zwei Fraktionen zu je drei Personen.

2. Anforderungen an die Redner

· Jeder Redner soll seine Position mit positiver Argumentation begründen und sich mit den Argumenten der Gegenseite befassen.

· Zugleich hat jede Fraktion einen eigenen Schwerpunkt zu setzen.

· "Spritzig, sportlich, hart aber fair" – stellen die Adjektive der Diskussion.

3. Redezeit

Während der gesamten Debatte wird die Einhaltung der Redezeit durch den Moderator gewährleistet. Zusätzlich gibt es einen Countdown, der die verbleibende Sprechzeit anzeigt. Nach Verstreichen der Zeit wird das Mikrofon ausgeschaltet.

4. Leitung der Debatte

· Der Moderator leitet die Debatte, sorgt für die Einhaltung der Ordnung und ruft die Redner auf.

· Mit der Zeitnahme, den Redezeitsignalen und anderen Hilfsfunktionen wird die Technik betreut.

5. Vorbereitung der Debatte

Der Diskutant entscheidet sich bis spätestens eine Woche vor Event für eine Position und vertritt diese die ganze Diskussion über. Es können keine Zugeständnisse für das gegnerische Team oder ein spontaner Seitenwechsel erfolgen. Die Sportsgeist der Debatte steht im Vordergrund und nicht die persönliche Überzeugung.

Der Debattant sollte vorbereitet sein auf:

· Seine starke These für die Begrüßung durch den Moderator

· Sein Eröffnungsplädoyer

· Seine Frage für das gegnerische Team

· Argumente zu seinem Standpunkt für mögliche Improvisationen

· Die im Briefing stehenden Hinweise und Tipps

6. Zwischenfragen

  • Zwischenfragen sind Fragen oder Erklärungen.
  • Zwischenfragen sind in der ersten und zweiten Runde der Debatte untersagt.
  • Zwischenfragen sind erlaubt nach der zweiten Runde und wenn der Moderator diese zulässt.
  • Zwischenfragen dürfen fünfzehn Sekunden Redezeit nicht überschreiten.
  • Zwischenrufe sind stets zulässig.
  • Die Fragen werden durch den Moderator reguliert.

 

B. Der Ablauf der einzelnen Runden

In der Debattenrunde I (Eröffnung) wird jeder Debattant ein Eröffnungsplädoyer von maximal einer Minute halten, worin er sich kurz vorstellt und sagt, welche These er vertritt. Diese werden abwechselnd von einem Debattanten des Team PRO bzw. des Team Contra vorgetragen. Die Debattenrunde II (Nahkampf) dient zur Vertiefung der Argumente. Damit das Thema aus möglichst vielen unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird, werden sich alle Debattanten einer Frage vom Gegner stellen müssen. Zur Vorbereitung auf diese Runde empfehlen wir, sich im Vorfeld bereits zwei Fragen auszudenken, die Sie schon immer mal der gegnerischen Mannschaft stellen wollten. Jeder Debattant muss eine Frage stellen und muss einmal antworten. Er hat eine maximale Antwortzeit von zwei Minuten pro Frage. Beim "Zwischenstandsvotum" erfragt der Moderator im Publikum die Stimmung zum Thema. Die Debattenrunde III (Improvisation) stellt die Argumentationsweise der Teams nochmal auf die Probe. Zwei Debattanten aus jedem Team stellen sich jeweils einem Begriff oder einer Phrase aus dem Pool zum Thema. Die Teams haben jeweils eine Minute Zeit, sich gemeinsam abzusprechen und Argumente auszudenken und einen Redner zu ernennen. Der Redner muss den Begriff oder die Phrase in seiner Improrede verwenden muss und dabei die Perspektive seines Teams vertreten. Die Begriffe aus dem Pool werden vom Organisationsteam ausgewählt. Sie sind themenbezogen und führen zu einer zwei-minütigen Impro-Rede der jeweiligen Debattanten. Anschließend wird alles noch mal mit einem neuen Begriff und zwei neuen Rednern wiederholt. In der Debattenrunde IV (Abschluss) hat jedes Team noch einmal die Chance, ein feuriges Schlussplädoyer für seine Position zu halten, um das Publikum vor der finalen Abstimmung für sich zu gewinnen. Hier soll jeweils ein Debattant die Argumente des eigenen Teams in zwei Minuten zusammenfassen. Den Anfang macht dasjenige Team, das in der ersten Publikumsabstimmung verloren hat. Das Strategiegespräch bietet hierbei die Gelegenheit, den Schlussredner vorab zu bestimmen und Argumente auszutauschen.

C. Bewertung der Debatte

Um eine interaktive Debatte zu ermöglichen, agiert das Publikum als Stimmungsbarometer. Das Zwischenstandsvotum zwischen den Runden bietet die Möglichkeit, die aktuelle Tendenz im Publikum zu erfahren. Durch die finale Publikumsabstimmung per Stimmkarte wird festgestellt, welches Team die besseren Argumente hat und das Publikum für sich gewinnen konnte. Nur die Teamleistung wird bewertet!

· Zu Beginn wird jedem Gast eine rote oder blaue Stimmkarte ausgehändigt.

· Jeder Fraktion wird deutlich eine Farbe zu Beginn der Debatte zu geordnet

· Durch erheben der roten oder blauen Karte gibt der Gast jeweils 1 Stimme für das Sieger-Team ab.

· Die Karten werden eingesammelt und ausgezählt.

· Der Moderator bestimmt nach Einsicht der Statistik das Sieger-Team.

· Es findet im sofortigen Anschluss die Siegerehrung statt.