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Herkunft des Debattierens

„Suchen Sie Streit - aber richtig!" Laut einer Umfrage haben die Deutschen mehr Angst davor, sich mit einer Rede zu blamieren, als vor ihrem eigenen Tod." Überzeugende Reden zu halten ist heute aber eine wichtige Schlüsselqualifikation. Debattieren ist die Kunst, rhetorisch geschult und in aller Kürze einen Standpunkt zu vertreten und sich darüber mit anderen auszutauschen. In ganz Deutschland werden Debattierclubs gegründet und Meisterschaften abgehalten: Debattieren liegt im Trend. Bei einer Debatte geht es nicht darum, einen gemeinsamen Kompromiss zu finden, sondern vielmehr um einen verbalen Sieg über den Gegner: Wer seine Argumente knapp, klar und überzeugend präsentiert, gewinnt. Die Redetechniken der Debattiermeister können wir auch im Alltag nutzen und gewinnbringend einsetzen: für mehr Redegewandtheit und Selbstsicherheit.

Eine Debatte (franz. débattre: (nieder-)schlagen) ist ein Streitgespräch, das im Unterschied zur Diskussion formalen Regeln folgt und in der Regel zur inhaltlichen Vorbereitung einer Abstimmung dient. In einer Debatte werden die Für- und Gegen-Argumente einer These in kurzen Reden vorgetragen. Das Ziel des Debattenredners ist es, die Zuhörer bzw. im Wettbewerb die Jury von den eigenen Argumenten zu überzeugen. Deshalb zeichnet sich ein guter Redner nicht nur durch gute Argumente, sondern auch durch überzeugende rhetorische Fähigkeiten aus.

"Debating" bezeichnet die Durchführung einer Debatte als sportlichen Wettbewerb von Rednern. Es orientiert sich an parlamentarischen Regeln, was auch die Namen von Debattierformaten wie etwa British Parliamentary Style prägt. Das Debating wird in Debattierclubs und auf Debattierturnieren gepflegt. Dort treten Teams bestehend aus mindestens zwei Rednern in einem sportlichen Rednerwettstreit gegeneinander an, wobei die Regeln vom jeweiligen Format abhängen. Die im deutschsprachigen Raum gebräuchlichsten Formate sind British Parliamentary Style und Offene Parlamentarische Debatte.

Das studentische Debattieren stammt ursprünglich aus dem angloamerikanischen Raum. In England und den USA sind "Debating Societies" seit hundert Jahren fester Bestandteil der Hochschullandschaft. 

In Deutschland haben sich studentische Debattierclubs relativ spät etabliert. Erst 1991 wurde in Tübingen der erste Debattierclub Deutschlands gegründet. Seither wächst die Szene aber umso schneller und erfolgreicher. Der Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V. umfasst derzeit 65 Debattierclubs nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus der Schweiz, Österreich, Italien und den Niederlanden.

Debattiert wird ein breites Spektrum von Themen aus Politik und Gesellschaft. Ziel der Debattierclubs ist es, die kommunikativen und rhetorischen Fähigkeiten zu verbessern und zur politischen Bildung beizutragen.